Teststreifen, Stab oder Digitaler Schwangerschaftstest

Die Wahl des “passenden” Schwangerschaftstests ist meist eine persönliche c, die sie wahrscheinlich nicht mit ihren Freunden diskutieren.
Wahr ist in dem Zusammenhang, dass alle angebotenen Schwangerschaftstests nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Sie messen alle die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG im Urin und zeigen so eine Schwangerschaft an. Davon abgesehen gibt es aber viele verschiedene Meinungen welche Tests jetzt die besten sind. Alle zertifizierten Tests müssen zu min. 97% genau messen. D.h. nur 3 von 100 Tests dürfen falsch sein, damit diese von TÜV zertifiziert und zur Verwendung als Schwangerschaftstest zugelassen werden.

Dabei spielt es keine Rolle ob die Tests als Streifen, Stäbe, Kassetten oder Digital ausgeführt sind. Die unterschiedlichen Tests sind nur in der Handhabung mal mehr, mal weniger kompliziert. Das bedeutet auf Seiten des Anwenders, also ihnen liegt die größere Gefahr eines “Fehlers” durch falsche Anwendung oder Fehlinterpretation.

Welche Tests benutzen sie persönlich und welche Erfahren haben sie damit gemacht?

Schreiben Sie uns.

Fehlgeburt oder Schmierblutung?

Einge Tage nach der Befruchtung haben viele Frauen leichte Schmierblutungen, die jedoch nicht so stark ausfallen wie ihre normale Regelblutung. Viele nun sofort in Panik und denken sie hätten gerade eine Fehlgeburt. In Wahrheit ist jedoch genau das Gegenteil der Fall.

Bei jenen Frauen, bei denen nach der Befruchtung leichte Schmierblutungen auftreten, geschieht das meist 7-10 Tage nach dem Eisprung bzw. der erfolgreichen Befruchtung. Die Blutungen sind meist rötlich-braun und gehen meist so schnell wieder weg wie sie gekommen sind. Diese Blutung entsteht wenn sich der Embryo an der Gebährmutterschleimhaut einnistet und das Gewebe der Plazenta durch das Schwangerschaftshormon HCG aufgebaut wird.

Obwohl sie jetzt vielleicht im ersten Augenblick entsetzt sind, sollten sie wissen dass dies eigentlich der Moment zum feiern ist. Die Chancen stehen jetzt sehr gut dass sie schwanger sind. Ein Schwangerschaftsfrühtest würde zum jetzigen Zeitpunkt zum ersten mal positiv anzeigen.

Wie lange dauert die Befruchtung

Haben Sie sich schon jemals gefragt, wie lange es dauert bis eine Eizelle nach dem Sex befruchtet ist?Wenn Sie etwa eine Stunde geschätzt hätten, so lägen Sie richtig?

Hier ist die Auflösung:

  • Die Spermien brauchen etwa 30 Minuten um die Eileiter zu erreichen.
  • Weitere 20 Minuten bis die Spermien bei der Eizelle sind. Vorsicht Staugefahr ;-)
  • Die letzten 20 Minuten braucht das „stärkste“ Spermium um durch die Eihülle zu brechen.

Die Befruchtung hat nun offiziell stattgefunden. Ist es nicht erstaunlich wie schnell das geht?

Mittelschmerz – gut oder böse?

Der Mittelschmerz tritt bei etwa ein Drittel aller Frauen auf und ist ein zuverlässiges Anzeichen für den Beginn der fruchtbarsten Tage.

Die Ausprägungen des Mittelschmerzes sind sehr unterschiedlich. Sie gehen von einem leichten Ziehen im Beckenbereich über einen schwer deutbaren Schmerz, der einige Tage andauern kann. Er reicht bis zu einem plötzlich eintretenden starken und lokalem Schmerz, der in der Regel nur für kurze Zeit andauert. Wird der Mittelschmerz auf nur einer Seite des Beckens gespürt, so stimmt das meistens mit der Seite des Eisprungs überein.

Die genauen Ursachen für einen Mittelschmerz sind jedoch weitgehend unbekannt. Die Medizin geht davon aus, dass der Schmerz durch das rasche Wachstum und die damit zunehmende Spannung der Ovarialkapsel ausgelöst wird. Ebenso steht der Eisprung selbst und die damit verbundene Reizung des Bauchfells, sowie Bewegungen des Eileiters in Verdacht.

Beim Mittelschmerz handelt es sich um ein präovulatorisches Ereignis ist und so um ein Zeichen für die fruchtbarste Zeit. Wenn eine Frau schwanger werden möchte ist der Mittelschmerz daher von großer Bedeutung. Der Beginn des Mittelschmerzes ist meist auch der Beginn der fruchtbaren Tage, die dann meist 3-5 Tage dauern. Der Mittelschmerz dauert meist nicht so lange. Es ist daher falsch das Ende des Mittelschmerzes mit dem Ende der Fruchtbarkeit gleichzusetzen.

Wunschkind – Zwischen Hoffen and Bangen / Teil 2

 

Viele Paare wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch leider erfüllt sich bei etwa zehn Prozent der Paare der Kinderwunsch nicht. Sie bleiben ungewollt kinderlos. Die moderne Medizin bietet eine Reihe von Behandlungsmethoden um doch noch zu seinem Wunschkind zu gelangen.

Bei einem ersten Gespräch im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung wird Ihnen Ihr Frauenarzt eine Reihe von Fragen stellen:

 

  • Wie lange besteht der Kinderwunsch schon?
  • Wurden Sie schon behandelt?
  • Was denken Sie ist die Ursache der Unfruchtbarkeit?
  • Wie groß ist der Leidensdruck?
  • Wer leidet mehr – Sie oder Ihr Partner?
  • Gibt es einen Leistungsdruck?
  • Haben Sie eine glückliche Beziehung, auch im Bett?
  • Wie hat sich Ihr Sexualleben durch den unerfüllten Kinderwunsch verändert?
  • Leiden Sie an Magenschleimhautentzündung, Unterbauchschmerzen oder einer Darmerkrankung?
  • Gibt es funktionelle Beschwerden (Leiden ohne ersichtlichen Grund)?
  • Haben Sie Vorstellungen von den Grenzen einer Sterilitätsbehandlung?
  • Haben Sie schon über eine Adoption oder ein Pflegekind nachgedacht?

 

Sind diese Fragen beantwortet, klärt der Frauenarzt organische Störungen ab, indem er eine gründliche Untersuchung von Gebährmutter, Eierstöcken und Eileitern vornimmt. Zur Therapie gehören die genaue Beobachtung mehrerer Menstrutionszyklen sowie verschiedene Hormonuntersuchungen. Ein deutlich verkürzter Zyklus etwa weist auf eine Gelbkörperschwäche hin, die häufig der Grund für eine Unfruchtbarkeit ist. Bei auffälligen Werten beginnt der Frauenarzt mit einer zielgerichteten Abklärung (Ausschlussverfahren). Zuvor sollten mindestens zwei Spermiogramme (Sperma-Analyse) erstellt werden. Dies kann ein Urologe, Dermatologe, eine Klinik mit dem Schwerpunkt Adrologie oder auch ein Kinderwunschzentrum machen. Mit dieser Analyse lässt sich leicht feststellen, ob die Fruchtbarkeit reduziert ist.

 

Für die Behandlung kommen hauptsächlich drei Methoden infrage: eine Hormontherapie, eine Insemination (Samenübertragung) oder eine In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung im Reagenzglas).

 

Kinderwunsch – zwischen Hoffen und Bangen / Teil 1

 

Viele Paare wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch bei einigen geht dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Etwa zehn Prozent aller Partnerschaften bleiben ungewollt kinderlos. Die Medizin geht bei der Behandlung je nach Ursache der Unfruchtbarkeit unterschiedliche Wege.

Von Sterilität (Unfruchtbarkeit) spricht man, wenn es trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehrs innerhalb eines Jahres nicht zu einer Schwangerschaft kommt. Mit je 30-40% sind die Ursachen dafür gleichmäßig auf Männer und Frauen verteilt. In 15-30% der Fälle sind beide Partner betroffen, in 5-10% ist keine Ursache erkennbar.

Sterilität bei Frauen wird meist durch eine gestörte Eierstockfunktion verursacht. Oft sind es auch Verschlüsse der Eileiter nach Entzündungen oder Operationen im Bachraum. Die Hauptursachen männlicher Unfruchtbarkeit sind eine zu geringe Anzahl, verminderte Beweglichkeit und veränderte Beschaffenheit der Spermien. Seltener kommen Entzündungen der Hoden, Nebenhoden und Prostata hinzu.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Ursachen, die beide Partner betreffen: Rauchen, Umwelteinflüsse, Alkohol, Drogen, Erkrankungen oder auch Erbkrankheiten. Wenn die Frau also trotz regelmäßigem Sex nicht schwanger wird, sollte der Frauenarzt aufgesucht werden. Einer Behandlung geht immer ein intensives Gespräch voraus, damit Sie gut über die verschiedenen Möglichkeiten informiert sind. Bei diesem ersten Gespräch sollte möglichst auch der Partner anwesend sein…

 

Teil 2 folgt.

 

In-vitro-Fertilisation: Letzter Ausweg beim Kinderwunsch

Eine In-vitro-Fertilisation, also die Befruchtung der Eiszelle außerhalb des Körpers mit dem Samen des Partners wird als letztes Mittel zur Erfüllung eines Kinderwunsches angewandt. Trotz diesem tiefgreifenden Eingriff in die menschliche Biologie kann es dennoch vorkommen, dass eine Schwangerschaft ausbliebt, obwohl die körperlichen Vorraussetzungen da sind.

Diese Behandlung wird nur angewendet, wenn keine andere zum Erfolg geführt hat. Sie erfordert eine hohe Samenqualität und die Funktionstüchtigkeit der Gebährmutter sowie wenigstens eines Eierstocks. Die Befruchtung findet außerhalb des Körpers statt. Die Eierstöcke werden stimuliert, um mehrere Eizellen gleichzeitig zur Reifung zu bringen, die dann entnommen werden und befruchtet werden meist mit dem samen des Partners. Danach werden diese (höchstens drei) wieder in die Gebährmutter eingesetzt. Trotz allem passiert es immer wieder, dass keine Schwangerschaft erreicht wird. Dann muss man sich leider vom Kinderwunsch verabschieden – auch wenn es schwerfällt. Häufig stellt sich aber auf natürlichem Weg eine Schwangerschaft ein, sobald der Druck wegfällt.

 

Intrauterine Insemination zur Kinderwunschbehandlung

Unter Intrauterine Insemination versteht man die manuelle Befruchtung einer Eizelle im Körper der Frau. Hat eine Befruchtung durch Geschlechtsverkehr keinen Erfolg kann eine manuelle Befruchtung der Eizelle schnelle zu einer Schwangerschaft führen.

Die wichtigsten Gründe für das Einbringen von ausgewählten Samenzellen direkt in die Gebährmutterhöhle sind: Bildung von Antikörpern gegen Spermien, Veränderung des Gebährmutterschleims sowie verminderte Spermienqualität. Diese Methode wird außerdem vorgeschlagen wenn kein Sex möglich ist, z.B. bei Impotenz oder einer Verengung der Scheide nach einer Operation. Die Spermien werden mit einem schmalen Katheter in die Gebährmutter eingebracht. Vorraussetzung dafür ist ein durchgängiger Eileiter, da der weiter Transport zur Eizelle spontan und auf natürlichem Wege erfolgen muss. Dieses Vorgehen führt nicht immer und oft nicht beim ersten Versuch zu einer Schwangerschaft. Man sollte etwa vier bis sechs Zyklen einplanen.

Hat sowohl die Hormontherapie wie auch die Intrauterine Insemination keinen Erfolg gebracht, sollte der Frauenarzt vor einer Überweisung in ein Kinderwunschzentrum ein ausführliches Gespräch mit dem Paar führen. Eine psychotherapeutische Begleitung kann hilfreich sein, weil mit jedem Diagnoseschritt der seelische und zeitliche durch wächst. Im Kiwu-Zentrum wird alles nochmals analysiert bevor andere Therapien vorgeschlagen werden. Solche kommen bei Verschluss und Funktionsstörungen der Eileiter, die nicht durch eine Operation korrigierbar sind, bei Endomoetriose sowie bei männlicher Subfertilität (eingeschränkte Befruchtungsfähigkeit des Spermas) und fehlgeschlagener Samenübertragung zum Einsatz.

Ovulationstest – zu welcher Tageszeit – morgens, mittags, abends

Testen Sie am besten früh mogens mit Ihrem Morgenurin. Hier ist der Gehalt des Eisprungshormons LH im Urin am höchsten. So können Sie sehr leicht und zuverlässig das Ergebnis Ihres Ovulationstests ablesen. Andere Tageszeiten sind auch möglich, aber der Teststrich auf Ihrem Ovutest ist dann nicht so deutlich zu erkennen. Am wichtigsten ist aber dass Sie stehts zur selben Tageszeit (am besten notieren) testen.

Ovulationstests sind ein sehr wirkungsvolles Hilfsmittel für Paare, die versuchen schwanger zu werden. Durch die exakte Bestimmung des Eisprungs erhöhen Sie die Chance auf eine Befruchtung um ein Vielfaches. Zur schnelleren Erfüllung des Kinderwunsches darf ein Ovulationstest nicht fehlen.

Ovulationstests arbeiten nach dem selben Prinzip wie die meisten anderen Urintests auch. So messen Ovulationstests nicht nur das Vorhandensein einer bestimmten Substanz (hier das Hormon LH), sondern zeigen erst ab einem bestimmten Niveau der zu messenden Substanz ‚positiv‘ an. Die meisten Ovulationstests zeigen das Hormon LH rund 36 Stunden vor dem Eisprung das erste mal positiv an.

Wenn Sie zum ersten Mal Ihren Eisprung mit Hilfe von Ovulationstests bestimmen, sollten Sie Ihren Morgenurin (direkt nach dem Aufstehen) verwenden. Früh morgens ist der Hormongehalt im Urin am höchsten (tagsüber ist der Gehalt am Hormon LH etwas ‚verwässert‘). Der Ovulationstest schlägt also Morgens am deutlichsten positiv aus. Im Laufe des Tages kann der Teststrich trotz positivem Ergebnis etwas schwächer sein. Ohne Erfahrung mit Ovulationstests wird das Ergebnis dann auch schon mal falsch, nämlich als ‚negativ‘ interpretiert.

Generell können Sie Ovulationstests zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzen. Sehr wichtig ist jedoch, dass die Tests immer zur selben Tageszeit durchgeführt werden. Nur wenn immer zur gleichen Zeit getestet wird haben Sie einen guten Vergleich zu den anderen Testtagen und können leichter einen positiven von einem negativen Testergebnis unterscheiden.

Tipp: Wenn Sie die Ovulationstests nicht mit dem Morgenurin machen möchten oder können:

Trinken Sie 1 bis 2 Stunden vor dem Testen möglichst nichts, dadurch erhöht sich die Konzentration des LH im Urin. Viel Erfolg beim schwanger werden Und immer schön zur gleichen Tageszeit testen

 

Hormontherapie beim Kinderwunsch

Durch eine Hormontherapie wird gezielt der weibliche Hormonhaushalt in Gleichgewicht gebracht und eine Stimulierung der Eizellreifung durch Zugabe des Hormon FSH gefördert. Die Chancen auf eine gesunde Eizellreifung und damit eine natürliche Befruchtung steigt stark an.

Liegt ein normales Spermiogramm, aber eine Hormonstörung bei der Frau vor, wird im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung in der Regel eine Hormontherapie zur Stimulierung der Eizellreifung (FSH – Follikel stimmulierendes Hormon) vorgeschlagen. Allerdings darf diese nie ohne Zyklusbeobachtung vorgenommen werden, da bei jeder Hormonbehandlung eine Über- oder Unterstimulation auftreten kann. Das ist unproblematisch, solange Eierstock- und Gebährmutterreaktion per Ultraschall kontrolliert werden. Ab dem 8. bis 10. Stimulationstag wird mittels Ultraschall die Gebährmutterschleimhaut untersucht sowie Größe und Anzahl der vergrößerten Eibläschen (Follikel) dokumentiert. Zusätzlich wird in den meisten Fällen eine Hormonkontrolle des Blutspiegels vorgenommen.

Die Stimulation der Eizellreifung mittel Hormonen ist die erste Wahl bei der Behandlung eines Paares mit einem Kinderwunsch. Maximal sollten jedoch vier bis sechs Zyklen stimuliert werden. Eine Steigerung der Schwangerschaftsrate ist allein dadurch aber nicht zu erreichen. In jedem Fall sollte durch die Gabe von Hormonen (LH – luteinisierendes Hormon) der Eisprung ausgelöst werden. Dies geschieht bei einer Follikelgröße von 18-20 mm und einer Maximalanzahl von drei Follikel. Der Eisprung findet dann etwa 30 Stunden später statt. Eine Gelbkörperschwäche wird zusätzlich mit Hormonen behandelt, um die Schwangerschaft zu erhalten.

Hat eine Hormontherapie keinen Erfolg gebracht, kann eine Intrauterine Insemination, also eine manuelle Befruchtung von Außen in Betracht gezogen werden.