Hormontherapie beim Kinderwunsch
Durch eine Hormontherapie wird gezielt der weibliche Hormonhaushalt in Gleichgewicht gebracht und eine Stimulierung der Eizellreifung durch Zugabe des Hormon FSH gefördert. Die Chancen auf eine gesunde Eizellreifung und damit eine natürliche Befruchtung steigt stark an.
Liegt ein normales Spermiogramm, aber eine Hormonstörung bei der Frau vor, wird im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung in der Regel eine Hormontherapie zur Stimulierung der Eizellreifung (FSH – Follikel stimmulierendes Hormon) vorgeschlagen. Allerdings darf diese nie ohne Zyklusbeobachtung vorgenommen werden, da bei jeder Hormonbehandlung eine Über- oder Unterstimulation auftreten kann. Das ist unproblematisch, solange Eierstock- und Gebährmutterreaktion per Ultraschall kontrolliert werden. Ab dem 8. bis 10. Stimulationstag wird mittels Ultraschall die Gebährmutterschleimhaut untersucht sowie Größe und Anzahl der vergrößerten Eibläschen (Follikel) dokumentiert. Zusätzlich wird in den meisten Fällen eine Hormonkontrolle des Blutspiegels vorgenommen.
Die Stimulation der Eizellreifung mittel Hormonen ist die erste Wahl bei der Behandlung eines Paares mit einem Kinderwunsch. Maximal sollten jedoch vier bis sechs Zyklen stimuliert werden. Eine Steigerung der Schwangerschaftsrate ist allein dadurch aber nicht zu erreichen. In jedem Fall sollte durch die Gabe von Hormonen (LH – luteinisierendes Hormon) der Eisprung ausgelöst werden. Dies geschieht bei einer Follikelgröße von 18-20 mm und einer Maximalanzahl von drei Follikel. Der Eisprung findet dann etwa 30 Stunden später statt. Eine Gelbkörperschwäche wird zusätzlich mit Hormonen behandelt, um die Schwangerschaft zu erhalten.
Hat eine Hormontherapie keinen Erfolg gebracht, kann eine Intrauterine Insemination, also eine manuelle Befruchtung von Außen in Betracht gezogen werden.


