Ovulationstest – zu welcher Tageszeit – morgens, mittags, abends

Testen Sie am besten früh mogens mit Ihrem Morgenurin. Hier ist der Gehalt des Eisprungshormons LH im Urin am höchsten. So können Sie sehr leicht und zuverlässig das Ergebnis Ihres Ovulationstests ablesen. Andere Tageszeiten sind auch möglich, aber der Teststrich auf Ihrem Ovutest ist dann nicht so deutlich zu erkennen. Am wichtigsten ist aber dass Sie stehts zur selben Tageszeit (am besten notieren) testen.

Ovulationstests sind ein sehr wirkungsvolles Hilfsmittel für Paare, die versuchen schwanger zu werden. Durch die exakte Bestimmung des Eisprungs erhöhen Sie die Chance auf eine Befruchtung um ein Vielfaches. Zur schnelleren Erfüllung des Kinderwunsches darf ein Ovulationstest nicht fehlen.

Ovulationstests arbeiten nach dem selben Prinzip wie die meisten anderen Urintests auch. So messen Ovulationstests nicht nur das Vorhandensein einer bestimmten Substanz (hier das Hormon LH), sondern zeigen erst ab einem bestimmten Niveau der zu messenden Substanz ‚positiv‘ an. Die meisten Ovulationstests zeigen das Hormon LH rund 36 Stunden vor dem Eisprung das erste mal positiv an.

Wenn Sie zum ersten Mal Ihren Eisprung mit Hilfe von Ovulationstests bestimmen, sollten Sie Ihren Morgenurin (direkt nach dem Aufstehen) verwenden. Früh morgens ist der Hormongehalt im Urin am höchsten (tagsüber ist der Gehalt am Hormon LH etwas ‚verwässert‘). Der Ovulationstest schlägt also Morgens am deutlichsten positiv aus. Im Laufe des Tages kann der Teststrich trotz positivem Ergebnis etwas schwächer sein. Ohne Erfahrung mit Ovulationstests wird das Ergebnis dann auch schon mal falsch, nämlich als ‚negativ‘ interpretiert.

Generell können Sie Ovulationstests zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzen. Sehr wichtig ist jedoch, dass die Tests immer zur selben Tageszeit durchgeführt werden. Nur wenn immer zur gleichen Zeit getestet wird haben Sie einen guten Vergleich zu den anderen Testtagen und können leichter einen positiven von einem negativen Testergebnis unterscheiden.

Tipp: Wenn Sie die Ovulationstests nicht mit dem Morgenurin machen möchten oder können:

Trinken Sie 1 bis 2 Stunden vor dem Testen möglichst nichts, dadurch erhöht sich die Konzentration des LH im Urin. Viel Erfolg beim schwanger werden Und immer schön zur gleichen Tageszeit testen

 

Was bewirkt das Hormon LH im weiblichen Zyklus

Das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) löst den Eisprung aus, also die Freisetzung der reifen Eizelle in den Eileiter. Der weibliche Zyklus besteht aus 3 Phasen. In jeder dieser Phasen produziert der Körper Hormone, die ganz bestimmte Funktionen haben.

1. Follikelphase

Die Follikelphase beginnt am ersten Tag der Regelblutung, wenn also eine unbefruchtete Eizelle aus der Gebährmutter ausgeschieden wird und sich die Gebährmutterschleimhaut auf den nächsten Zyklus vorbereitet. Unmittelbar danach beginnt die nächste Phase.

2. Ovulatorische Phase und Ovulation

Der Körper muss in dieser Phase zunächst langsam auf den Eisprung vorbereitet werden. Dies geschieht durch das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH). LH stimuliert die Follikel in der Herstellung von Östrogen. FSH stimuliert das Eiwachstum in einem Follikel. Ein Follikel ist eines der vielen kleinen Bläschen innerhalb eines Fruchtknotens im Eierstock, in dem sich eine Eizelle entwickelt. Der nun erhöhte Östrogenspiegel verursacht in dieser Phase den Aufbau der Gebährmutterschleimhaut und eine spermienfreundliche Beschaffenheit des Zervixschleims (gleitfähiger). Dieser Vorgang erfolgt üblicherweise zwischen dem 7. und 11. Zyklustag.

Sobald der Östrogenspiegel eine bestimmte Höhe erreicht hat, steigt auch das LH schnell an. 24 bis 36h nach diesem rapiden Anstieg platzt das Follikel und die reife Eizelle wandert in den Eileiter. Der Eisprung ist erfolgt. Mit Hilfe von Ovulationstests kann man diesen LH-Anstieg sehr genau nachweisen und damit sicher den Eisprung und den optimalen Zeitpunkt für eine Befruchtung bestimmen. Die Eizelle gleitet durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter und ist nun befruchtungsfähig. Gleichzeitig beginnt das Follikel (auch Gelbkörper genannt) zu schrumpfen und setzt Progesteron und Östrogen frei. Progesteron sorgt für die optimalen Bedingungen der Gebärmutterschleimhaut zur Aufnahme einer befruchteten Eizelle.

3. Lutealphase

Die dritte und letzte Phase bezeichnet man als Lutealphase. Sie beginnt unmittelbar nach dem Eisprung. Wenn das Ei befruchtet wurde, wird jetzt das Hormon HCG freigesetzt, welches eine konstante Produktion von Progesteron und Östrogen durch den Gelbkörper gewährleistet. Die Schwangerschaft kann sich nun entwickeln. Wird das Ei nicht befruchtet und damit kein HCG ausgeschüttet, bildet sich der Gelbkörper zurück. Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht weiter mit Blut versorgt und nach 11 bis 14 Tagen abgestossen. Die Regelblutung setzt ein und ein neuer Menstruationszyklus beginnt.

Unregelmäßiger Zyklus – Ursachen

Ein unregelmäßiger Zyklus kommt recht häufig vor und ist noch lange kein Indiz für Probleme beim schwanger werden. Mit Hilfe von Ovulationstests läßt sich der Eisprung sehr genau ermitteln, unabhängig davon um wie viele Tage ihr Zyklus differiert. Im Durchschnitt dauert der weibliche Zyklus etwa 28 Tage, aber Zyklen von 20 bis 40 Tage sind ebenfalls noch vollkommen in Ordnung und keinen Anlass zur Sorge. Zu Problemen kann es erst führen wenn sich ihre gewöhnliche Zykluslänge von Monat zu Monat stark variiert (z.B. im Januar 26 Tage, Februar 42 Tage, März 30 Tage).

Ein unregelmäßiger Zyklus kann eine ganze Reihe von Ursachen haben. Oft liegen die Gründe in einer dauerhaften oder auch nur vorrübergehenden Störung ihres Homonhaushaltes. So verursachen Hilddrüsendysfunktionen (Schilddrüsenunterfunktion oder Überfunktion) zu einem dauerhaften ungünstigen Hormonhaushalt. Frauen mit Schilddrüsendysfunktionen haben sehr oft massive Probleme schwanger zu werden. Eine Hormonbestimmung und ärztliche Behandlung der Störung ist recht einfach und kann das Problem schnell lösen. Ebenso können diverse Krankheiten bzw. deren Behandlung zu einer vorrübergehenden Störung des Hormonhaushaltes führen. Wenn sie hier einen Verdacht schöpfen lesen sie sich die Packungsbeilage ihres Medikaments genau durch. Möglicherweise steht darin unter Nebenwirkung etwas zur Störung des Hormonhaushaltes.

Wenn ihr Zyklus längere Zeit unregelmäßig, schmerzhafter als sonst ist, oder die Blutungen schwerer ausfallen sollten sie unbedingt mit ihrem Arzt sprechen.

Weiterhin können Änderungen und Störungen in ihrem persönlichen Umfeld zu unregelmäßigen Zyklen führen. Sehr oft bedingen starker Streß (z.B. im Beruf, in der Beziehung) aber auch geänderte Ernährung oder Esstörungen sowie starke körperliche Anstrengungen (Leistungssport) einen vorrübergehend schwankenden Zyklus.

Ebenso kann es auch sein das ihr Körper vollkommen ok ist und keine Ursachen für ihren unregelmäßigen Zyklus gefunden werden. Hatten sie aber normalerweise immer einen gleichmäßigen Zyklus und plötzlich auftretende unregelmäßige Zyklen, sollten sie unbedingt ihren Arzt konsultieren.